Ausgerechnet wenn die Tage länger werden, die Sonne häufiger scheint und wir Menschen wieder aktiver werden wollen, schlägt bei vielen die Frühjahrsmüdigkeit zu: Wir kommen morgens nur noch schwer aus dem Bett und schleppen uns kraftlos und müde durch den Tag.

„Schuld daran“ ist der in den Wintermonaten heruntergefahrene Stoffwechsel unseres Körpers, der eine Umstellungszeit von der Ruhephase im Winter zur aktiven Phase in den Sommermonaten benötigt. Zwar schafft unser Körper diese Umstellung auch alleine, doch können wir ihn mit natürlichen Mitteln unterstützen.

1) Bewegung an der frischen Luft

Das beste natürliche Mittel um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben sind Spaziergänge oder Wanderungen an der frischen Luft. Beispielsweise könntest Du vor oder nach der Arbeit eine Runde im Park drehen. Oder Du nutzt die Mittagspause, um Dir die Beine zu vertreten. Damit läufst Du der Frühjahrsmüdigkeit quasi davon…

Die Natur hilft uns also auch dabei als Kraft- und Inspirationsquelle.

2) Tageslicht tanken

Tageslicht und vor allem Sonnenschein fördern die Ausschüttung des Gute-Laune-Hormons Serotonin. Und je mehr gute Laune, desto weniger Chancen hat die Frühjahrsmüdigkeit.

Deswegen ist ein weiteres natürliches Mittel der Aufenthalt in der Natur und in der Sonne. Das gilt vor allem dann, wenn Du leicht bedrückt und/oder schlecht gelaunt und genervt bist, weil Dich noch der Winterblues voll im Griff hat.

3) Frühjahrsmüdigkeit wegtrinken

Während der Wintermonate hat unser Stoffwechsel seine Leistung heruntergefahren, um Energie zu sparen. Das hat jedoch dazu geführt, dass sich vermehrt Abbauprodukte des Stoffwechsels ansammeln konnten, die den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu unseren Körperzellen erschweren.

Diese Abbauprodukte werden jetzt so nach und nach durch Niere, Darm, Leber und Haut wieder ausgeschieden. Und wir können dabei natürlich unterstützend tätig werden.

Den Nieren können wir beispielsweise Gutes tun, indem wir reichlich trinken. Am besten zwei Liter am Tag in Form von Wasser und/oder Kräutertees. Wenn Du magst, kannst Du Dir natürlich auch einen Tee aus speziell harntreibenden Pflanzen, wie zum Beispiel Brennnesseln, Birkenblätter oder Löwenzahn, zubereiten. Dieser regt die Nierenfunktion zusätzlich an und fördert die Ausscheidung der Stoffwechselabbauprodukte.

4) Frühjahrsmüdigkeit wegessen

Neben den Nieren können wir auch Leber und Darm in ihrer Funktion unterstützen und ihnen helfen, die während des Winters angesammelten Abbauprodukte loszuwerden. Das geht am besten durch und mit Essen, welches mit ganz vielen Bitterstoffen angereichert ist.

Bitterstoffe sind Inhaltsstoffe von Pflanzen, die, wie der Name schon vermuten lässt, bitter schmecken. Und auch wenn Du kein großer Fan von bitteren Sachen bist, unterstützen bereits schon einige dieser Pflanzen Deine Leber und Deinen Darm. Wenn Du diese außerdem geschickt in Deinen Speiseplan einbaust, bekommst Du auch nicht viel vom bitteren Geschmack mit.

Bitterstoffpflanzen sind z.B. Chicorée, Radicchio und Rucola, die Du prima mit anderen – milderen – Salatsorten, wie Eisberg- oder Feldsalat, mischen kannst. Auch in Artischocken sind reichlich Bitterstoffe enthalten. Zudem enthalten viele unserer heimischen Wildpflanzen, wie Löwenzahn, Schafgarbe und Brunnenkresse, die zurzeit frisch austreiben, Bitterstoffe. Auch diese kannst Du in einen Salat mischen. In geringer Menge bekommst Du nur wenig von ihrem bitteren Geschmack mit.

Hier ist beispielsweise eine Idee für einen Salat: Salat mit Chicoree und Radicchio

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, Trinken und Essen zu kombinieren. Lass Dir beispielsweise in der Apotheke eine Teemischung zusammenstellen, die sowohl Deine Nieren als auch Leber und Darm unterstützt.

So eine Teemischung ist zum Beispiel diese:

Je 30 g Brennnessel- und Löwenzahnblätter
15 g Goldrutenkraut
15 g Artischockenblätter
10 g Schlüsselblumenblüten

Ein Teelöffel dieser Mischung wird dann mit heißem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen. Dreimal täglich eine Tasse ist eine prima Unterstützung für Deine Ausscheidungsorgane.

5) Frühjahrsmüdigkeit wegbürsten

Das letzte Ausscheidungsorgan, welches in dieser Liste noch fehlt, ist die Haut. Und auch dieses kannst Du wunderbar in seiner Funktion unterstützen: Eine morgendliche Massage mit einer Trockenbürste entfernt abgestorbene Hautschüppchen und lässt die Haut rosig zurück. Außerdem wird durch die Kompression und Massage auch Dein Kreislauf angeregt. So hat die Frühjahrsmüdigkeit keine Chance.

6) Wasser kalt und warm

Auch Wechselduschen und Saunagänge regen den Kreislauf an und wirken der Frühjahrsmüdigkeit entgegen. Denn der Wechsel zwischen Kalt und Heiß macht uns wacher. Zusätzlich begünstigt Schwitzen in der Sauna ebenfalls die Ausscheidung von Abbauprodukten.

7) Mit Vitaminen gegen Frühjahrsmüdigkeit

Neben den vorher erwähnten Bitterstoffen, helfen Dir auch Vitamine vitaler und kraftvoller ins Frühjahr zu starten. Welche Obst- und Gemüsesorten magst Du also am liebsten? Baue diese so oft es Dir möglich ist, in Deinen Speiseplan ein.

Mit diesen Tipps solltest Du jetzt bestens gerüstet sein, um Frühjahrsmüdigkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Damit wünsche ich Dir ganz viele entspannte Natur-Momente ohne Frühjahrsmüdigkeit,
Heidemarie