Im letzten Blogbeitrag habe ich über ätherische Ölen, die beim Räuchern freigesetzt werden, berichtet. Das möchte ich in diesem Naturimpuls aufgreifen und Dir zeigen, wie Du mit ätherischen Öle entspannen und zu neuer Energie kommen kannst. Und Dir erneut beweisen, dass Dich die Natur als Kraft- und Inspirationsquelle auch zuhause perfekt unterstützen kann

Famose Düfte

Düfte haben sehr viel Einfluss auf unser Leben: Sie versetzen uns in Verzückung, lassen uns entspannen und entscheiden mitunter auch darüber, wen oder was wir sympathisch oder unsympathisch finden oder was uns nicht geheuer ist. Ausdrücke wie „Ich kann Dich gut riechen“ oder „Das stinkt mir“ geben darüber Auskunft.

Daher verwundert es nicht, dass bereits die Menschen im Altertum versucht haben, sich mit Düften zu umgeben. So wurden Duftstoffe zum Beispiel zur Mumifizierung im alten Ägypten, für spirituelle Zwecke zur Ehrung und Opferung der Götter und sogar zu Heilzwecken verwendet.

Vor allem letzteres interessierte den Franzosen Maurice Gattefossé, der im Jahre 1937 den Begriff der Aromatherapie prägte. Auch andere Wissenschaftler begannen sich mit der Wirkung von ätherischen Ölen zu beschäftigen, zum Beispiel deren keimtötende Wirkungen und den Auswirkungen auf unser Nervensystem und unsere Psyche.

Mittlerweile liegen viele wissenschaftliche Studien über ätherische Öle vor, die die Wirkungen dieser zweifelsfrei belegen. Deswegen finden ätherische Öle heutzutage Anwendung bei Heilpraktikern, Naturheilärzten und auch Schulmedizinern. Außerdem haben sie Einzug in Krankenhäuser und Altenheime gefunden.

Und auch wir können uns ihre Wirkungen bei uns zuhause oder im Büro zunutze machen.

Wie werden ätherische Öle verwendet?

In einer Duftlampe

Am weitesten verbreitet für den Gebrauch von ätherischen Ölen ist die Duftlampe. Die Anwendung ist auch ganz einfach:
In die Schale der Duftlampe wird Wasser gefüllt und dort hinein tropfst Du Deine ätherischen Öle. Durch das Teelicht, welches in den Raum unter der Schale gestellt wird, erhitzt sich die Wasser-Öl-Mischung und der Duft gelangt in die Raumluft.
Menge: Maximal 5 Tropfen

Auf einem Duftstein

Vor allem in Räumen, in denen Du kein offenes Feuer, worunter auch ein Teelicht fällt, betreiben darfst (also zum Beispiel im Büro), bietet sich ein sogenannter Duftstein an. Auf diesen träufelst Du einfach einige Tropfen Deines Lieblingsöls.
Dazu haben solche Duftsteine auf der Oberseite eine kleine Mulde mit einer speziellen Textur. Dadurch können die ätherischen Öle gut ihre Duftmoleküle an die Raumluft abgeben. Jedoch habe ich festgestellt, dass auch normale Steine, die ich beispielsweise bei einer Wanderung gefunden und mitgenommen habe, sich sehr gut dazu eignen. Probiere einfach ein wenig aus.
Menge: Maximal 3 Tropfen

Für Raumsprays

Auch Raumsprays kannst Du sehr gut im Büro einsetzen.
Für ein Raumspray werden die ätherischen Öle mit neutralem Alkohol oder Hydrolaten (das sind Pflanzenwässer), gemischt und per Druck auf den Pumpkopf in der Raumluft verteilt.
Du kannst so ein Raumspray leicht selber herstellen: Dazu gibst Du 100 ml 45%igen Alkohol (zum Beispiel Doppel-Korn) in eine Pumpflasche und tröpfelst 20 bis 25 Tropfen ätherisches Öl dazu. Gut schütteln und schon kann gesprüht werden.
Die folgende Mischung nutze ich bei mir im Büro, um mir eine kurze Auszeit zu gönnen und zu neuer Energie zu kommen; besonders, wenn es mal wieder hoch hergeht:

Immer mit der Ruhe

    • 10 Tropfen Melisse
    • 5 Tropfen Lavendel
    • 5 Tropfen Rose
    • 3 Tropfen Neroli

Als Sauna-Aufguss

Ätherische Öle kannst Du auch dazu verwenden, Dir einen eigenen Saunaaufguss zu kreieren. Bitte jedoch die Öle nicht pur auf die Steine tropfen, sondern immer zusammen mit Wasser.
Menge: 5 Tropfen in einer Kelle Wasser

Für Inhalationen

Auch einer Erkältung kannst Du mit ätherischen Ölen zu Leibe rücken. Dafür bietet sich am besten eine Inhalation an.
Dabei bleibt es Dir überlassen, ob Du ganz traditionell vorgehst (also mit Schüssel und Handtuch) oder Dir ein Inhalationsgerät aus der Apotheke besorgst.
Für eine Inhalation benötigst Du immer 3 bis 5 Tropfen.
Eine gute Mischung ist beispielsweise die folgende:

  • 2 Tropfen Eukalyptus
  • 2 Tropfen Latschenkiefer

Das macht die verstopfte Nase wieder frei!

Als Badezusatz

Badest Du auch so gerne wie ich?
Vor allem wenn ich nach einer langen Wanderung nach Hause komme, bei der mir der Wind so richtig um die Ohren gepfiffen ist, gibt es für mich nichts Schöneres als mir ein heißes, wohlriechendes Bad einzulassen. Aber auch um meine Akkus wieder aufzufüllen und zu neuer Energie zu kommen, verschwinde ich gerne für einige Zeit in der Badewanne.
Mittlerweile verwende ich dafür nur noch meine eigenen Badezusätze, egal ob ich mir ein Salzbad oder Sahnebad einlasse oder eine Badesprudelkugel nehme…
Für ein Salzbad mischst Du eine Handvoll gutes Meersalz mit 5 bis 10 Tropfen ätherischen Ölen. Vor allem medizinisches Badesalz aus dem toten Meer wirkt alleine schon stressreduzierend und entspannend. Wenn Du nun auch noch 4 Tropfen Lavendel, 2 Tropfen Melisse und 3 Tropfen Rose in das Salz träufelst, hast Du die perfekte Mischung für ein entspannendes Bad am Abend (nach einem langen Arbeitstag).

Als Körper- und Massageöl

Natürlich kannst Du Dir mit ätherischen Ölen auch Dein eigenes Körper- oder Massageöl herstellen. Das geht ebenfalls ganz einfach: Du nimmst 50 ml Mandel- oder Jojobaöl und tropfst 15 bis 20 Tropfen ätherische Öle hinzu.
Ich beispielsweise liebe rosig-blumige Düfte. Deswegen habe ich immer ein „Traum von Rosen“-Körperöl griffbereit. Folgende ätherische Öle verwende ich dazu:

  • 8 Topfen Rosengeranie
  • 5 Tropfen Ho-Blatt
  • 5 Tropfen Palmarosa

Hast Du Lust bekommen, Dich intensiver mit ätherischen Ölen auseinanderzusetzen? Dann probiere einfach ein wenig aus. Ich bin davon überzeugt, dass Du sehr schnell die für Dich beste Möglichkeit, für Deinen Alltag herausfinden wirst.

Und nun wünsche ich Dir ganz viele entspannte Natur-Momente mit ätherischen Ölen,
Heidemarie