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	<title>Heilpflanzen | Heidemarie Wolter</title>
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		<title>Lavendel: Weit mehr als nur ein betörender Duft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heidemarie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jul 2024 15:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
<p>Lavendel gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen - heutzutage als auch bereits im frühen Altertum.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die wohl bekannteste Heilpflanze ist der Lavendel und das nicht nur heutzutage. Selbst im frühen Altertum wussten die Menschen dieses Kraut bereits zu nutzen!</p>
<h1><strong>Badezusatz und Seuchenschutz – Tausendsassa Lavendel</strong></h1>
<p>Lavendel wurde bereits im Altertum benutzt – meistens als Badezusatz. Es ist überliefert, dass Julius Cäsar nach einem anstrengenden Tag im Senat die entspannende Wirkung eines Lavendelbades schätzte. Sowieso war ein Tag ohne ein Bad bei den Römern unvorstellbar. Daher soll sich auch der Name des Lavendels vom lateinischen lavare (waschen) ableiten. Denn die Römer badeten nicht nur in Lavendelwasser, sondern wuschen sogar ihre Kleidung damit.</p>
<p>Nachdem Benediktinermönche das Heilkraut über die Alpen gebracht haben, trat die Pflanze auch in Mitteleuropa ihren Siegeszug an. Gelobt wurde vor allem ihr aromatischer Duft. Doch wurden schnell auch viele weitere Wirkungen bekannt. Hildegard von Bingen nannte die Pflanze beispielsweise Muttergottespflanze und empfahl diese unter anderem zur Vertreibung unkeuscher Gelüste.</p>
<p>Paracelsus nutzte das Kraut sowohl als Nervenmittel als auch als Seuchenschutz. Letzteres nachdem bekannt wurde, dass Lavendelpflücker nach Ausbruch einer ersten Tuberkulosewelle von dieser Krankheit verschont blieben. Im 16. und 17. Jahrhundert pries man Lavendel außerdem als wirkungsvollen Schutz gegen Pest und Cholera. Aus dieser Zeit stammt auch der „Essig der vier Diebe“. Dabei handelte es sich um einen Essig, der unter anderem (neben drei anderen Heilpflanzen) Lavendel enthielt und Räuber vor diesen ansteckenden Krankheiten bewahrte, wenn sie in Häuser von Pestopfern einbrachen und diese ausraubten.</p>
<h1><strong>Nichts geht über einen betörenden Duft</strong></h1>
<p>Auch wenn die vielfältigen Heilwirkungen des Lavendels bereits früh bekannt waren, wurde das Kraut dennoch hauptsächlich aufgrund seines Duftes gewonnen – von der im 16. Jahrhundert aufstrebenden Parfümindustrie. Selbst heutzutage ist das ätherische Lavendelöl noch Bestandteil vieler Parfüms, allen voran des Kölnisch Wassers, welches zu Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelt wurde. Es wird erzählt, dass der größte Fan dieses Duftes Napoleon Bonaparte war, der es angeblich gleich kistenweise bestellte.</p>
<p>Von den vielen Lavendelsorten, die es gibt, wird zur Gewinnung des ätherischen Öls meistens der Echte Lavendel (<em>Lavandula angustifolia </em>oder <em>Lavandula officinalis</em>) verwendet. Früher dagegen wurden sämtliche Lavendelarten gemeinsam zur Gewinnung des Duftstoffes genutzt, bis man im Echten Lavendel die duftintensivste Art erkannte und sie deswegen, vor allem in der Hoch-Provence, zu kultivieren begann.</p>
<p>Mittlerweile wird der Echte Lavendel jedoch vom Hybrid-Lavendel (<em>Lavandula </em>×<em>intermedia</em>) verdrängt der eine natürliche Kreuzung zwischen Echtem Lavendel und Speik-Lavendel (<em>Lavandula latifolia</em>) ist. Der Duft dieser Pflanze ist schwächer als der vom Echten Lavendel, weswegen sie als Basis für preiswertere Öle und andere Nutzungsformen dient. Und daher auch mehr und mehr angebaut wird.</p>
<h1><strong>Mit Lavendel zu einem besseren Schlaf</strong></h1>
<p>Allerdings kann die Pflanze noch viel mehr als Duft, auch wenn die ätherischen Öle durchaus vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bieten. Beispielsweise werden Inhalationen mit Lavendelöl gerne bei Unruhe und Schlafstörungen eingesetzt. Bei Letzteren kann auch ein (selbstgemachtes) Lavendelkissen eingesetzt werden</p>
<p>So ein Lavendelkissen braucht nicht zwangsläufig die Größe eines Kopfkissens haben. Selbst faustgroß hat solch ein Kissen enorme positive Auswirkungen auf Deinen Schlaf. Und das Beste: Du kannst es selber herstellen, auch wenn Du keine geübte Näherin bist. Nimm Dir dazu verschiedene Stoffreste und nähe zunächst drei Seiten zusammen. Dann füllst Du getrocknete Lavendelblüten hinein und gerne auch noch getrocknetes Johanniskrautkraut und Melissenblätter (ebenfalls getrocknet). Anschließend die vierte Kissenseite zunähen.</p>
<p>In der Nacht neben dem Kopfkissen oder auch auf dem Nachttisch platziert, verhilft dieses „Kisschen“ durch seinen zitronig-blumigen Duft zu einem besseren Schlaf.</p>
<h1><strong>Wirkung außen und innen</strong></h1>
<p>Die Förderung des Schlafes ist aber noch längst nicht alles, was der Lavendel so drauf hat: In wissenschaftlichen Studien wurden zudem angstlösende und antidepressive Eigenschaften nachgewiesen, weswegen auch Angststörungen und milde Depressionen mit Lavendelöl – welche bei diesen Indikationen meist in einem Diffusor zur Anwendung kommen – behandelt werden können.</p>
<p>Das ganze Kraut beziehungsweise alternativ das ätherische Öl wird weiterhin gerne als Badezusatz verwendet, jedoch mit einem therapeutischen Hintergrund: Vor allem bei Menschen mit hohem Blutdruck wirkt diese Methode Wunder, wobei hier nicht unwesentlich die beruhigende Wirkung mit reinspielen dürfte. Auch bei schlecht heilenden Wunden werden vor allem in der Volksmedizin Lavendelbäder empfohlen.</p>
<p>Generell wird das ätherische Öl des Lavendels zur Wundbehandlung eingesetzt. Bei Verbrühungen und Verbrennungen (unter anderem auch Sonnenbrand) ist es neben Johanniskrautöl das Mittel der Wahl. Da es ungemein hautfreundlich ist, kann es direkt und unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden.</p>
<p>Wissenschaftliche Studien konnten außerdem eine antimykotische und eine antimikrobielle Wirkung des Lavendelöls nachweisen. Deswegen wird es unter anderen bei Akne, Grindflechte (die entweder durch Strepto- oder Staphylokokken ausgelöst wird) und Pilzinfektionen von Haut und Nägeln eingesetzt.</p>
<p>Als Tee kommt die Pflanze vor allem bei funktionellen Oberbauchbeschwerden, wie dem Reizmagen- oder dem Reizdarm-Syndrom, zum Einsatz und außerdem bei Blähungen oder Durchfall. Außerdem existiert noch ein Lavendelspiritus, der im Apotheken erworben werden kann, und zur Einreibung bei Neuralgien verwendet wird.</p>
<h1><strong>Auch in der Küche hat der Lavendel seinen Platz</strong></h1>
<p>Der Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die an den äußerst charakteristischen, lippenförmigen Blüten erkennbar sind. Den Pflanzen in dieser Familie ist gemein, dass sie einen hohen Anteil an ätherischen Ölen haben, weswegen sie alle stark duften.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Blütezeit des Lavendels ist von Juni bis August, manchmal auch bis in den Oktober hinein. Was natürlich gut für alle Kräuterfrauen ist, die dann viel Zeit haben, um sich mit diesem beliebten Kraut einzudecken.</p>
<p>Neben seinen vielen medizinischen Wirkungen ist Lavendel auch als Küchenkraut sehr beliebt. Meist kennt man ihn als Teil der bekannten Mischung „Kräuter der Provence“, die Du Dir übrigens auch ganz leicht selbst zusammenstellen kannst. Diese Zutaten, die Du einfach nur zu mischen und in ein dekoratives Gefäß zu geben brauchst, benötigst Du:</p>
<p>15 g getrocknete Thymianblätter<br />15 g getrocknete Oreganoblätter<br />15 g getrocknete Rosmarinnadeln<br />15 g getrocknetes Basilikum<br />5 g getrocknete Lavendelblüten<br />5 g getrocknetes Bohnenkraut<br />5 g Fenchelsamen</p>
<p>Mit fast den gleichen Kräutern kannst Du Dir auch ein provinzialisches Würzöl herstellen, wobei Du entweder getrocknete oder frische Kräuter verwenden kannst:</p>
<p>10 g Thymianblätter<br />10 g Oreganoblätter<br />10 g Rosmarinnadeln<br />10 g Basilikum<br />10 g Majoranblätter<br />10 g Lavendelblüten<br />10 g Fenchelsamen<br />10 g Bohnenkraut<br />5 g frisch abgeschälte Zitronenschale</p>
<p>Die Kräuter werden alle zusammen in einem Liter gutem Öl eingelegt und für 14 Tage im Warmen und Hellen (jedoch nicht direkt in der Sonne) stehen gelassen. Anschließend abseihen und das Öl in ein dekoratives, möglichst dunkles Gefäß füllen und kühl lagern (jedoch nicht im Kühlschrank).</p>
<h1><strong>Lavendel fürs Leckermäulchen</strong></h1>
<p>Neben seinem vielfältigen Einsatz als Gewürz kann Lavendel außerdem sehr gut für süße Gerichte verwendet werden, wie beispielsweise für ein Lavendelsorbet. Und so geht’s:</p>
<p>Du löst 125 g Zucker in 450 ml Wasser auf und bringst es zum Kochen. Fünf Minuten sprudelnd kochen lassen und dann zehn blühende Rispen Lavendelkraut hineingeben. Noch eine Minute sprudelnd kochen lassen, dann Herd ausschalten und Wasser-Lavendel-Gemisch erkalten lassen (den Lavendel dabei noch im Wasser belassen).</p>
<p>Wenn das Wasser abgekühlt ist, die Lavendelrispen herausholen und Schale und Saft von einer Zitrone dazugeben. Umrühren und für drei bis vier Stunden in den Gefrierschrank stellen. Ab und zu umrühren.</p>
<p>Kurz vor dem Ablauf dieser Zeit Eiweiß von einem Ei steifschlagen, unter die leicht gefrorene Masse heben und alles zusammen cremig rühren. Erneut in den Gefrierschrank geben.</p>
<p>Vor dem Servieren leicht antauen lassen, um das Sorbet besser proportionieren zu können.</p>
<p>Achtung: Beim Kochen mit diesem Kraut ist generell Vorsicht bei der Dosierung geboten. Nimmst Du zu viel, dominiert der Lavendel meist das ganze Gericht, was zudem auch zu einem leicht seifigen Geschmack führt!</p>
<h1><strong>Als Bienenweide im Garten</strong></h1>
<p>Auch wenn Lavendel ursprünglich ein Gewächs des Südens ist, kann es problemlos in Deinem Garten angepflanzt werden. Am besten setzt Du ihn an einen sonnigen Standort, der einen lockeren Boden mit gutem Wasserabzug aufweist. Denn was der Lavendel überhaupt nicht mag ist Staunässe! Deswegen macht sich die Pflanze beispielsweise auch auf Trockenmauern sehr gut.</p>
<p>Außerdem leistet Du mit der Pflanze einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und zum Schutz der Biodiversität. Denn der Nektar des Lavendels ist bei vielen Insekten sehr beliebt. Deswegen wird er auch als Bienenweide gepriesen. Neben Bienen suchen zudem auch Schmetterlinge, wie Weißlinge (<em>Pieris</em>) und Edelfalter, wie der Kleine Fuchs (<em>Aglais urticae</em>), dieses Kraut auf, um ihren Nektardurst zu stillen.</p>
<p>Was dann auch wieder Dir zugutekommt: Setz Dich einfach entspannt hin und schau dem munteren Treiben am Lavendel zu. Das ist auch eine Art und Weise die <a href="https://heidemarie-wolter.de/warum-die-natur-als-kraftquelle-wertvoll-ist/" target="_blank" rel="noopener">Natur als Kraftquelle</a> zu erfahren.</p>
<p>Damit wünsche ich Dir viel Spaß mit dem Lavendel und viele spannende und entspannende Natur-Momente,<br /><span style="color: #008000;"><strong>Heidemarie</strong></span></p></div>
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		<title>Peitschen, essen, düngen: Die Wirkungen der Brennnessel</title>
		<link>https://heidemarie-wolter.de/die-wirkungen-der-brennnessel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidemarie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 14:34:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
<p>Die Brennnessel ist eine unserer unbeliebtesten Pflanzen. Nichtsdestotrotz folgt sie uns quasi auf dem Fuße und hält erstaunliche Wirkungen für uns bereit!</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Brennnessel ist eine unserer unbeliebtesten Pflanzen. Nichtsdestotrotz folgt sie uns quasi auf dem Fuße und hält erstaunliche Wirkungen für uns bereit!</p>
<h2><strong>Die Brennnessel ist eine wehrhafte Pflanze</strong></h2>
<p>Die Brennnessel ist ein Kraut, das jeder kennt – auch diejenigen, die es nicht so mit Pflanzen haben. Selbst der Teufel, dem man sämtliche Pflanzenkenntnisse abspricht, erkennt einen Brennnesselbusch auf den ersten Blick. Zumindest laut Dodonäus, der eigentlich Rembert Dodoens hieß und ein flämischer Arzt und Botaniker war. In dessen Kräuterbuch aus dem 16. Jahrhundert steht geschrieben: „‚Dieses Kraut kenn ich‘, sagte der Teufel und setzte sich in einen großen Brennnesselbusch.“</p>
<p>Was der Teufel jedoch kann, sollten wir tunlichst unterlassen. Denn das Kraut ist sehr wehrhaft. Es „brennt“ – was Du wahrscheinlich bereits mindestens einmal erfahren hast. Ich übrigens auch…</p>
<p>Das liegt an den unzähligen kleinen Härchen, die die gesamte Brennnesselpflanze überziehen. Jedoch handelt es sich dabei mitnichten um Haare. Schaut man durch ein Mikroskop, erkennt man, dass es sich um kleine Röhren handelt, die nach oben hin spitz zulaufen und am oberen Ende in eine kleine Kugel münden. Diese bricht bei Berührung leicht ab und dann bohrt sich die so freigelegte Spitze der Röhre in Haut oder Fell, worauf der enthaltene Saft, bei dem es sich um eine Art von Ameisensäure handelt, austritt. Und uns das schmerzhafte Jucken, welches meist von Quaddeln begleitet wird, beschert.</p>
<h2><strong>Abstand haltend und trotzdem Nähe suchend</strong></h2>
<p>Doch obwohl sich die Brennnessel als so wehrhaft darstellt und sich scheinbar jeden – ob Tier, Mensch oder eine andere Pflanze – auf Abstand halten möchte, folgt sie uns überallhin. Denn als Kosmopolit, was bedeutet, dass diese Pflanze auf der ganzen Welt verbreitet ist, wächst sie quasi überall. Am liebsten jedoch in der Nähe von uns Menschen!</p>
<p>Und das kommt nicht von ungefähr: Überall, wo wir den Boden bearbeitet und vielleicht anschließend wieder aufgegeben haben, können die Samen – durch den Wind an diese Stelle geweht – Wurzeln schlagen. Oder die vielen Ausläufer der Brennnesselwurzeln stoßen durch die gelockerten Erdschichten und bilden so eine neue Pflanze aus. Häufig findet sich das Kraut auch an Stellen ein, die von anderen Pflanzen aufgrund zu hoher Harnstoffmengen im Boden gemieden werden. Doch die Brennnessel hat damit kein Problem. Ganz im Gegenteil: Das Zuviel an Harnstoff verhilft der Pflanze zu einem schnelleren Wuchs. Kein Wunder also, dass sie vor allen dort zu finden ist, wo Urin, Jauche oder Gülle den Boden getränkt haben.</p>
<h2><strong>Ein Plätzchen im Garten für die Brennnessel</strong></h2>
<p>Anstelle jetzt angeekelt das Gesicht zu verziehen, sollten wir der Brennnessel dafür dankbar sein, dass sie dort wächst, wo sie wächst. Denn ihre weitverzweigten Wurzeln – durch die sie auch neue Ausläufer und damit neue Pflanzen ausbilden können – lockern die Erde auf und bereiten damit den Boden für andere Pflanzen vor, die sich anschließend leichter an diesen Stellen niederlassen können. Vor allem auf stark verdichteten Flächen, wie Schuttplätzen, Steinbrüchen und Kahlschlägen, ist das auch nötig! Außerdem sammelt die Brennnessel eine Vielzahl an Mineralien in sich, die nach dem Absterben einer dieser Pflanzen wiederum dem Boden zur Verfügung stehen und diesen damit aufwerten und düngen.</p>
<p>Diese Eigenschaften der Brennnessel können wir uns auch im Garten zunutze machen! Gezielt neben Kräutern und/oder Gemüse gepflanzt, sorgt diese tolle Pflanze nicht nur für eine Auflockerung des Bodens und damit für eine bessere Durchwurzelung der neben ihr wachsenden Kräuter, sie gibt auch die in ihr enthaltenen Mineralien in den Boden ab, die dann von den anderen Pflanzen aufgenommen werden können. Dadurch können aromatische Kräuter, zu denen zum Beispiel Pfefferminze, Melisse, Thymian, Rosmarin und viele andere Lippenblütler gehören, ihre Inhaltsstoffe und damit auch die in ihnen enthaltenen ätherischen Öle, vervielfältigen, wodurch ihr Duft als auch ihr Aroma insgesamt ansteigt.</p>
<p>Genau das ist auch der Grund, warum Biogärtner die Brennnessel so lieben. Da wird extra für diese Pflanze eine Ecke des Gartens reserviert. Und dann heißt es ernten, ernten, ernten…</p>
<h2><strong>Ein Tausendsassa mit heilkräftiger Wirkung</strong></h2>
<p>Wer die Wörter Brennnessel und Biogarten hört, denkt wahrscheinlich als allererstes an die vielgerühmte Brennnessel-Jauche. Und auch wenn diese nicht gerade lecker riecht, ist sie durch die vielen Mineralstoffe, die in der Pflanze und damit auch in der Jauche enthalten sind, das beste Mittel zur biologisch-ökologischen Bodendüngung.</p>
<p>Doch neben ihrer Wirkung auf den Boden und auf andere Pflanzen, hat die Brennnessel auch große Wirkungen auf uns. Und nein, ich meine jetzt nicht (nur) das schmerzhafte Brennen, das sie hinterlässt, wenn wir die Pflanze mit bloßer Haut berühren.</p>
<p>Die Brennnessel ist tatsächlich eine unserer besten und stärksten Heilpflanzen und wurde bereits von den größten Gelehrten des Altertums, wie zum Beispiel Ovid und Hieronymus Bock, besungen und geehrt. Sie ist also quasi die pflanzliche Verkörperung der <a href="https://heidemarie-wolter.de/warum-die-natur-als-kraftquelle-wertvoll-ist/" target="_blank" rel="noopener">Natur als Kraftquelle</a>. Sie enthält in ihren Blättern reichlich Eisen, verschiedene Vitamine und viele Mineralstoffe und kann deswegen unseren Speiseplan bereichern. Ein leckeres Brennnesselsüppchen im Frühling lässt der Frühjahrsmüdigkeit keine Chance. Und auch gekocht als „Spinat“ oder zu Pesto verarbeitet, kann die Pflanze viele Gerichte sowohl optisch als auch nährstoffmäßig aufwerten – und vielleicht sogar den Inhalt unserer Geldbörsen! Denn es wird gesagt, dass der- oder diejenige, der/die am Gründonnerstag Gemüse aus jungen Brennnesselpflanzen isst, das ganze Jahr über keine Geldsorgen mehr haben wird…</p>
<p>Außerdem lassen sich die Blätter gut trocknen und als Tee verwenden. Jedoch nicht einfach nur zum Genuss, sondern als Heiltee! Vor allem bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege wird Brennnesseltee empfohlen. Hier kommen wir erneut zu den vielen Mineralstoffe, die in der Pflanze enthalten sind – unter anderem nämlich Kalium, welches eine osmotische Wirkung hat und somit harntreibend wirkt. Das hat zur Folge, dass die ableitenden Harnwege gut durchgespült und somit die Entzündungsherde aus dem Körper geleitet werden. Auch bei Rheuma wird deswegen Brennnessel als Tee, Tinktur oder auch als Frischpflanzensaft zur Einnahme empfohlen.</p>
<p>Diese Wirkungen sind übrigens nicht nur in der Volksmedizin populär. Auch die Kommission E, eine wissenschaftliche Sachverständigenkommission die die Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel untersucht, vergab eine positive Monografie für diese therapeutischen Anwendungen! Was bedeutet, dass die Wirkungen der Brennnessel wissenschaftlichen Untersuchungen stand gehalten haben und somit bestätigt sind!</p>
<h2><strong>Peitschen für die Liebe – und gegen Rheuma</strong></h2>
<p>Apropos Rheuma: In früheren Zeiten wurde die Reizung, die durch den Kontakt der bloßen Haut mit der Brennnessel entstand, zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen eingesetzt: Beispielsweise, in dem man die betreffenden Körperteile mit der Brennnessel abrieb oder sie abpeitschte. Letzteres wurde als Urtikation bezeichnet.</p>
<p>Und gepeitscht wurde auch für die Liebe. Denn unsere Vorfahren hatten natürlich noch kein Viagra oder stimulierendes Spielzeug. Stattdessen wurde auf die Brennnessel zurückgegriffen und die äußeren Geschlechtsteile damit gepeitscht, mit dem Erfolg, dass diese besser durchblutet wurden. Derselbe Effekt, der auch bei der Urtikation gegen Rheuma eintrat. Wobei beides keine Methode für Weicheier ist…</p>
<h2><strong>Von knackigen Nüssen und unscheinbaren Blüten</strong></h2>
<p>Neben den jungen, zarten Blättern für das Frühlingsgemüse oder den Tee und dem ganzen Kraut gegen rheumatische Beschwerden können auch die Brennnesselnüsschen geerntet werden.</p>
<p>Moment mal – Nüsse an Brennnesseln? Nun, nicht ganz. Damit sind die Samen der weiblichen Brennnesselpflanze gemeint, die aussehen wie zu klein geratene Bucheckern und einen leicht nussigen Geschmack haben. Diese können im Herbst geerntet werden und entweder frisch oder getrocknet über das Müsli, das Porridge, den Salat oder in den Kräuterquark oder ein anderes Gericht gegeben werden. Auch diese Samen enthalten ungemein viele Mineralstoffe und wirken dadurch anregend und stärkend. Der griechische Dichter Ovid empfahl die Samen sogar als „das beste Aphrodisiakum der Welt“! Quasi Viagra in pflanzlicher Form…</p>
<p>Doch vor den Samen stehen bekanntlich die Blüten. Und vielleicht stutzt Du jetzt und fragst Dich, ob Du schon einmal eine Brennnesselblüte gesehen hast.</p>
<p>Ich kann es Dir beantworten: Ja, Du hast. Nur hast Du wahrscheinlich gar nicht gewusst, dass das eine Blüte ist. Denn so prächtig wie sich die Brennnessel in ihren Wirkungen darstellt, so unscheinbar sind ihre Blüten: Die weibliche Blüte ist sehr klein und am oberen Ende leicht violett gefärbt, die männliche Blüte ist nur unwesentlich größer, jedoch sternförmig aufgefächert mit vier Strahlen. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen, wird die Brennnessel von vielen Schmetterlingen äußerst geliebt. Vor allem Tag-Pfauenauge, Kleiner Fuchs und Admiral umschwirren diese Pflanze und legen ihre Eier an den Blättern ab. Denn auch für den Nachwuchs dieser drei Schmetterlingsarten ist die Brennnessel unverzichtbar: Nur hier finden die Raupen Unterschlupf und Nahrung. Somit stellt die Brennnessel sicher, dass es auch im nächsten Jahr wieder viele bunte Schmetterlinge gibt.</p>
<p>Stellen wir also sicher, dass wir ihr sowohl einen Platz in unseren Gärten und auch in unseren Herzen zur Verfügung stellen!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Fast niemand würde auf die Idee kommen, dass es sich bei diesen relativ unscheinbaren Gebilden um die Blüten der Brennnessel (links: weibliche Blüten, rechts männliche Blüten) handelt!</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit ätherischen Ölen entspannen und neue Energie tanken</title>
		<link>https://heidemarie-wolter.de/mit-aetherischen-oelen-entspannen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidemarie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2023 15:29:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
<p>Ätherische Öle sind perfekt dazu geeignet, um zu entspannen und wieder zu neuer Energie zu kommen!</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im letzten Blogbeitrag habe ich über ätherische Ölen, die beim <a href="https://heidemarie-wolter.de/mit-raeuchern-stress-abbauen-und-zu-neuer-energie-kommen/" target="_blank" rel="noopener">Räuchern</a> freigesetzt werden, berichtet. Das möchte ich in diesem Naturimpuls aufgreifen und Dir zeigen, wie Du mit ätherischen Ölen entspannen und zu neuer Energie kommen kannst. Und Dir erneut beweisen, dass Dich die <a href="https://heidemarie-wolter.de/warum-die-natur-als-kraftquelle-wertvoll-ist/" target="_blank" rel="noopener" title="Natur als Kradftquelle">Natur als Kraftquelle</a> auch zuhause perfekt unterstützen kann</p>
<h2><strong>Mit ätherischen Ölen entspannen und famose Düfte schnuppern<br /></strong></h2>
<p>Düfte haben sehr viel Einfluss auf unser Leben: Sie versetzen uns in Verzückung, lassen uns entspannen und entscheiden mitunter auch darüber, wen oder was wir sympathisch oder unsympathisch finden oder was uns nicht geheuer ist. Ausdrücke wie „Ich kann Dich gut riechen“ oder „Das stinkt mir“ geben darüber Auskunft.</p>
<p>Daher verwundert es nicht, dass bereits die Menschen im Altertum versucht haben, sich mit Düften zu umgeben. So wurden Duftstoffe zum Beispiel zur Mumifizierung im alten Ägypten, für spirituelle Zwecke zur Ehrung und Opferung der Götter und sogar zu Heilzwecken verwendet.</p>
<p>Vor allem letzteres interessierte den Franzosen Maurice Gattefossé, der im Jahre 1937 den Begriff der Aromatherapie prägte. Auch andere Wissenschaftler begannen sich mit der Wirkung von ätherischen Ölen zu beschäftigen, zum Beispiel deren keimtötende Wirkungen und den Auswirkungen auf unser Nervensystem und unsere Psyche.</p>
<p>Mittlerweile liegen viele wissenschaftliche Studien über ätherische Öle vor, die die Wirkungen dieser zweifelsfrei belegen. Deswegen finden ätherische Öle heutzutage Anwendung bei Heilpraktikern, Naturheilärzten und auch Schulmedizinern. Außerdem haben sie Einzug in Krankenhäuser und Altenheime gefunden.</p>
<p>Und auch wir können uns ihre Wirkungen bei uns zuhause oder im Büro zunutze machen.</p>
<h2><strong>Wie werden ätherische Öle verwendet?</strong></h2>
<h3>In einer Duftlampe</h3>
<p>Am weitesten verbreitet für den Gebrauch von ätherischen Ölen ist die Duftlampe. Die Anwendung ist auch ganz einfach:<br />In die Schale der Duftlampe wird Wasser gefüllt und dort hinein tropfst Du Deine ätherischen Öle. Durch das Teelicht, welches in den Raum unter der Schale gestellt wird, erhitzt sich die Wasser-Öl-Mischung und der Duft gelangt in die Raumluft.<br /><span style="color: #008000;"><strong>Menge:</strong></span> Maximal 5 Tropfen</p>
<h3>Auf einem Duftstein</h3>
<p>Vor allem in Räumen, in denen Du kein offenes Feuer, worunter auch ein Teelicht fällt, betreiben darfst (also zum Beispiel im Büro), bietet sich ein sogenannter Duftstein an. Auf diesen träufelst Du einfach einige Tropfen Deines Lieblingsöls.<br />Dazu haben solche Duftsteine auf der Oberseite eine kleine Mulde mit einer speziellen Textur. Dadurch können die ätherischen Öle gut ihre Duftmoleküle an die Raumluft abgeben. Jedoch habe ich festgestellt, dass auch normale Steine, die ich beispielsweise bei einer Wanderung gefunden und mitgenommen habe, sich sehr gut dazu eignen. Probiere einfach ein wenig aus.<br /><span style="color: #008000;"><strong>Menge:</strong></span> Maximal 3 Tropfen</p>
<h3>Für Raumsprays</h3>
<p>Auch Raumsprays kannst Du sehr gut im Büro einsetzen.<br />Für ein Raumspray werden die ätherischen Öle mit neutralem Alkohol oder Hydrolaten (das sind Pflanzenwässer), gemischt und per Druck auf den Pumpkopf in der Raumluft verteilt.<br />Du kannst so ein Raumspray leicht selber herstellen: Dazu gibst Du 100 ml 45%igen Alkohol (zum Beispiel Doppel-Korn) in eine Pumpflasche und tröpfelst 20 bis 25 Tropfen ätherisches Öl dazu. Gut schütteln und schon kann gesprüht werden.<br />Die folgende Mischung nutze ich bei mir im Büro, um mir eine kurze Auszeit zu gönnen und zu neuer Energie zu kommen; besonders, wenn es mal wieder hoch hergeht:</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>Immer mit der Ruhe</strong></span></p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li>10 Tropfen Melisse</li>
<li>5 Tropfen Lavendel</li>
<li>5 Tropfen Rose</li>
<li>3 Tropfen Neroli</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3>Als Sauna-Aufguss</h3>
<p>Ätherische Öle kannst Du auch dazu verwenden, Dir einen eigenen Saunaaufguss zu kreieren. Bitte jedoch die Öle nicht pur auf die Steine tropfen, sondern immer zusammen mit Wasser.<br /><span style="color: #008000;"><strong>Menge:</strong></span> 5 Tropfen in einer Kelle Wasser</p>
<h3>Für Inhalationen</h3>
<p>Auch einer Erkältung kannst Du mit ätherischen Ölen zu Leibe rücken. Dafür bietet sich am besten eine Inhalation an.<br />Dabei bleibt es Dir überlassen, ob Du ganz traditionell vorgehst (also mit Schüssel und Handtuch) oder Dir ein Inhalationsgerät aus der Apotheke besorgst.<br />Für eine Inhalation benötigst Du immer 3 bis 5 Tropfen.<br />Eine gute Mischung ist beispielsweise die folgende:</p>
<ul>
<li>2 Tropfen Eukalyptus</li>
<li>2 Tropfen Latschenkiefer</li>
</ul>
<p>Das macht die verstopfte Nase wieder frei!</p>
<h3>Als Badezusatz</h3>
<p>Badest Du auch so gerne wie ich?<br />Vor allem wenn ich nach einer langen Wanderung nach Hause komme, bei der mir der Wind so richtig um die Ohren gepfiffen ist, gibt es für mich nichts Schöneres als mir ein heißes, wohlriechendes Bad einzulassen. Aber auch um meine Akkus wieder aufzufüllen und zu neuer Energie zu kommen, verschwinde ich gerne für einige Zeit in der Badewanne.<br />Mittlerweile verwende ich dafür nur noch meine eigenen Badezusätze, egal ob ich mir ein Salzbad oder Sahnebad einlasse oder eine Badesprudelkugel nehme…<br />Für ein Salzbad mischst Du eine Handvoll gutes Meersalz mit 5 bis 10 Tropfen ätherischen Ölen. Vor allem medizinisches Badesalz aus dem toten Meer wirkt alleine schon stressreduzierend und entspannend. Wenn Du nun auch noch 4 Tropfen Lavendel, 2 Tropfen Melisse und 3 Tropfen Rose in das Salz träufelst, hast Du die perfekte Mischung für ein entspannendes Bad am Abend (nach einem langen Arbeitstag).</p>
<h3>Als Körper- und Massageöl</h3>
<p>Natürlich kannst Du Dir mit ätherischen Ölen auch Dein eigenes Körper- oder Massageöl herstellen. Das geht ebenfalls ganz einfach: Du nimmst 50 ml Mandel- oder Jojobaöl und tropfst 15 bis 20 Tropfen ätherische Öle hinzu.<br />Ich beispielsweise liebe rosig-blumige Düfte. Deswegen habe ich immer ein „Traum von Rosen“-Körperöl griffbereit. Folgende ätherische Öle verwende ich dazu:</p>
<ul>
<li>8 Topfen Rosengeranie</li>
<li>5 Tropfen Ho-Blatt</li>
<li>5 Tropfen Palmarosa</li>
</ul>
<p>Hast Du Lust bekommen, Dich intensiver mit ätherischen Ölen auseinanderzusetzen? Dann probiere einfach ein wenig aus. Ich bin davon überzeugt, dass Du sehr schnell die für Dich beste Möglichkeit, für Deinen Alltag herausfinden wirst.</p>
<p>Wenn Du gerne Deine Hausapotheke mit ätherischen Ölen bestücken möchtest, habe ich in einem anderen Naturimpuls geeignete ätherische Öle dafür zusammengestellt: <a href="https://heidemarie-wolter.de/die-besten-aetherischen-oele-fuer-hausapotheke-und-reise/" target="_blank" rel="noopener">Die besten ätherischen Öle für Hausapotheke und Reise</a>.</p>
<p>Und nun wünsche ich Dir ganz viele entspannte Natur-Momente mit ätherischen Ölen,<br /><span style="color: #008000;"><strong>Heidemarie</strong></span></p></div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Phytotherapie: Von der Kraft der Heilpflanzen</title>
		<link>https://heidemarie-wolter.de/phytotherapie-von-der-kraft-der-heilpflanzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidemarie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2022 15:29:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
<p>Die Phytotherapie ist die älteste bekannte Therapieform überhaupt. Doch wie hat sie sich entwickelt und wie sieht es heutzutage damit aus?</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Phytotherapie oder Heilpflanzenkunde ist die älteste bekannte Therapieform überhaupt. Archäologische Funde belegen beispielsweise, dass bereits vor 60.000 Jahren Heilpflanzen wie Eibisch und Schafgarbe verwendet wurden. Doch wie hat sich diese Therapieform entwickelt und wie sieht es heutzutage damit aus?</p>
<h2><strong>Phytotherapie in Zeiten des wild wide web</strong></h2>
<p>Dass sich Menschen mit Heilpflanzen umgeben haben, kann bis in die Steinzeit zurückverfolgt werden: Archäologen fanden in den Resten steinzeitlicher Bauten Samen von verschiedenen auch heute noch bekannten Heilpflanzen. Vieles spricht also dafür, dass die damaligen Menschen diese angebaut und auch genutzt haben.</p>
<p>Doch woher stammte das Wissen, welche Pflanzen gut für den Menschen waren und welche Kräuter bei welchen Krankheiten halfen? Schließlich hatten die Menschen damals weder eine Schulbildung noch das heute allgegenwärtige Internet…</p>
<p>Das world wide web gab es damals zwar noch nicht, aber es existierte etwas, was ich gerne als wild wide web bezeichne: Ein Zusammenspiel der wilden Natur, von dem sich die damaligen Menschen, die sich noch darauf verstanden zu beobachten und aus dem Gesehenen ihre Schlüsse zu ziehen, allerhand abschauten. Vielleicht beobachteten sie Tiere, die – normalerweise als Fleischfresser bekannt – gelegentlich bestimmte Pflanzen fraßen. Und denen es anschließend besser zu gehen schien. Diese Pflanzen wurden dann ebenfalls gepflückt und ausprobiert. Und bei Erfolg regelmäßig gesammelt, bis sie schließlich auch angebaut wurden.</p>
<h2><strong>Pflanzenheilkunde vor unserer Zeit</strong></h2>
<p>Der erste schriftliche Beleg über den Umgang mit Pflanzenheilkunde stammt aus Ägypten und wird auf etwa 2500 Jahre vor christlicher Zeitrechnung datiert. Weitere, bei Ausgrabungen gefundenen Papyrusrollen, weisen darauf hin, dass es im damaligen Ägypten viele Heilpflanzenkundige gegeben haben muss und die Verwendung von Heilkräutern allgegenwärtig war.</p>
<p>Dieses Wissen wurde dann von Volk zu Volk, von Generation zu Generation und von Land zu Land weitergetragen. Beispielsweise gibt der griechische Arzt Hippokrates in seinen Schriften genaue Anleitungen für die Verwendung verschiedener Heilkräuter. Aristoteles, der in einem seiner Werke ungefähr 455 Pflanzen beschrieb, gilt sogar als Vater der Botanik. Und der Römer Dioskurides verfasste eine Arzneimittellehre, die unter anderem aus 8000 Pflanzen bestand und bis ins sechzehnte Jahrhundert richtungsweisend war.</p>
<h2><strong>Phytotherapie im Mittelalter</strong></h2>
<p>Waren im Altertum Heilpflanzen und ihre Verwendung bei Krankheiten noch hoch angesehen, kam man im Mittelalter fast gänzlich davon ab. Krankheiten wurden nun als Strafe Gottes betrachtet oder gar als angehext. Deswegen wurde Heilung auch in Form von Gebeten und Segenssprüchen gesucht. Heilpflanzen wurden nur noch in Klöstern angebaut und von Mönchen bei verschiedenen, jedoch eher seltenen Indikationen verwendet – Aderlässe oder Schröpfungen wurden der Behandlung mit Heilkräutern vorgezogen. Zu einem entsprechenden Preis…</p>
<p>Die ärmeren Teile der Bevölkerung, die sich diese Behandlungen nicht leisten konnten, blieben – meist heimlich – bei den Heilpflanzen oder gingen zu den sogenannten weisen Frauen. Das waren Heilkräuterkundige, die sich das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen bewahrt hatten und ihre Hilfe bei verschiedenen Krankheiten und Gebrechen zu einem meist sehr geringen Preis anboten. Was von der höhergestellten Gesellschaftsschicht und den Geistlichen mit Misstrauen begegnet wurde. Als Resultat kam es zu den Hexenverbrennungen, bei denen nicht nur viele unschuldige Frauen und Männer in den Flammen den Tod fanden, sondern auch viel Wissen um Heilkräuter und ihre Verwendung verloren ging.</p>
<h2><strong>Die Heilpflanzen Paracelsus</strong></h2>
<p>Eine Wende kam mit dem Schweizer Arzt und Naturforscher Theophrastus Bombastus von Hohenheim, auch Paracelsus genannt. An der Wende vom Mittelalter zur modernen Neuzeit nutzte er vorwiegend Heilpflanzen zur Therapie von Krankheiten und gilt damit als Begründer der modernen Naturheilkunde. Sein Motto lautete: „Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken“.</p>
<p>Er sprach sich auch gegen den übermäßigen Gebrauch fremdländischer Heilpflanzen aus, denn er war der Überzeugung, dass jedes Land mit den einheimischen Gewächsen die vorkommenden Krankheiten heilen konnte. Paracelsus war zudem ein sehr genauer Beobachter und unermüdlicher Forscher. So entwickelte er ein System, Heilpflanzen nach ihrer äußeren Gestalt für bestimmte Krankheiten beziehungsweise zur Verbesserung der Funktion einzelner Organe einzusetzen. Damit gilt er auch als Begründer der Signaturenlehre.</p>
<h2><strong>Phytotherapie im Kontext der Pharmaindustrie</strong></h2>
<p>Im neunzehnten Jahrhundert wurde durch die Isolation der ersten Pflanzenwirkstoffe eine neue Ära in der Phytotherapie eingeläutet. Der erste Wirkstoff, der aus einer Pflanze isoliert wurde, war das Morphin, welches zuerst noch als „das schlafmachende Prinzip“ des Mohns bezeichnet wurde. Daraufhin dauerte es nicht mehr lang, bis erste Versuche gestartet wurden, pflanzliche Wirkstoffe in Laboren synthetisch nachzubilden. Die Pharmaindustrie war geboren.</p>
<p>Heutzutage jedoch wird wieder der Ruf zu mehr Natur und Natürlichkeit laut. Viele Menschen nutzen zur Prophylaxe und zur Verbesserung ihrer Gesundheit pflanzliche Heilmittel. Und auch in der Therapie selber oder als Begleitung bei notwendiger, schulmedizinischer Medikation werden pflanzliche Heilmittel – entweder als Phytopharmaka oder als Heilkraut im Ganzen – verwendet und sogar von Ärzten verschrieben!</p>
<p>Der Grund dafür liegt auch in der kontinuierlichen Forschung zugrunde. Phytotherapeutika sind mittlerweile auf hohem wissenschaftlichen Niveau erforscht, mit dem Ergebnis, dass die Inhaltsstoffe vieler Pflanzen in ihrer Wirksamkeit verifiziert worden sind (zum Beispiel von der <a href="https://escop.com/" target="_blank" rel="noopener">ESCOP</a> und der <a href="https://buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien/" target="_blank" rel="noopener">Kommission E</a>. Zwar ist die Wirksamkeit (noch) nicht aller pflanzlichen Inhaltsstoffe bestätigt, doch es setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass eine Heilung nicht nur durch eine isolierte und synthetisch erzeugte Komponente des pflanzlichen Wirkstoffes geschieht, sondern durch die Gesamtheit der Substanzen in einer Pflanze.</p>
<h2><strong>Jeder kann sich mit Heilpflanzen beschäftigen</strong></h2>
<p>Kein Wunder also, dass mittlerweile viele Frauen und Männer als Kräuterweiber und -mannen unterwegs sind und Seminare, Exkursionen und vieles mehr rund um Heilpflanzen anbieten. Auch Bücher über Phytotherapie gibt es viele, die neben wissenschaftlichen Befunden praktische Hinweise über die Verwendung von Heilpflanzen geben.</p>
<p>Denn jede*r von uns kann sich mit Phytotherapie beziehungsweise den Heilpflanzen beschäftigen. Und das muss nicht zwangsläufig als Heilpraktiker und Naturheilkundiger sein. Sondern einfach indem man raus in die Natur geht, sich den Pflanzen annähert, diese gegebenenfalls auch sammelt und dann beispielsweise in der eigenen Küche verwendet – das jedoch bitte nur, wenn man tatsächlich Pflanzen voneinander und vor allen von ihren unter Umständen giftigen Vertretern unterscheiden kann!</p>
<p>So erhält man nicht nur ein gesundes Maß an Bewegung und erweitert sein Wissen, sondern erfährt überdies wie die <a href="https://heidemarie-wolter.de/warum-die-natur-als-kraftquelle-wertvoll-ist/" target="_blank" rel="noopener">Natur als Kraftquelle</a> wirkt!</p>
<p>Damit wünsche ich Dir nun ganz viele entspannte Natur-Momente und zudem viel Spaß bei der Annäherung an die Phytotherapie und die Heilpflanzen,<br /><span style="color: #003300;"><strong>Heidemarie</strong></span></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Unkraut oder Heilpflanze? Ein Plädoyer für den Löwenzahn</title>
		<link>https://heidemarie-wolter.de/ein-plaedoyer-fuer-den-loewenzahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidemarie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 16:29:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://heidemarie-wolter.de/?p=2352</guid>

					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
<p>Der Löwenzahn ist im Frühling kaum zu übersehen. Doch nicht jeder freut sich über ihn! Höchste Zeit also, ein Plädoyer für ihn zu halten.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Löwenzahn mit seinen leuchtend sonnengelben Blüten kann im Frühling kaum übersehen werden. Damit gehört er – zumindest für mich – zu den Pflanzen, die mir endgültig anzeigen, dass der Winter vorbei ist. Aber nicht jeder freut sich über ihn! Besonders Hobbygärtner ärgern sich über den Überlebenskünstler unter den Pflanzen. Höchste Zeit also, ein Plädoyer für ihn zu halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Verdammtes Unkraut!“, schimpfte mein Vater immer, wenn sich – mal wieder – ein Löwenzahn in unseren Garten verirrt hatte. Schon damals verstand ich nicht, warum er nicht gut auf diese Pflanze zu sprechen war. Ich bekam immer gute Laune, wenn ich sie sah (das ist auch bis heute so geblieben), und hatte auch meinen Spaß mit ihr. Oder besser: mit ihrem Fruchtstand. Denn einmal angepustet, schwebten viele kleine Schirmchen federleicht von dannen…</p>
<h2><strong>Wo sich der Löwenzahn einmal festsetzt…</strong></h2>
<p>Einmal irgendwo gelandet, setzen sich die Schirmchen sofort fest. Das muss nicht zwangsläufig eine Wiese sein. Überall, wo nur etwas Erde und genug Platz für seine Wurzel ist, kann der Löwenzahn wachsen. Deswegen gehört er auch zu den Pioniergewächsen, die sich, zum Beispiel nach Kahlschlägen, überall dort ansiedeln, wo sich zunächst keine andere Pflanze hin traut. Das macht ihn zu einem Überlebenskünstler.</p>
<p>Außerdem besitzt er eine starke Pfahlwurzel, die selbst Asphalt zu sprengen vermag. Wegen dieser Wurzel ist der Löwenzahn auch vielen Hobbygärtnern so verhasst: Denn diese Wurzeln sind nicht nur schwer in einem Stück aus der Erde zu entfernen, sondern zudem äußerst strapazierfähig. Erst einmal irgendwo angesiedelt, wird man ihn also nicht so schnell wieder los.</p>
<h2><strong>Vielleicht haben wir den Löwenzahn verdient?</strong></h2>
<p>Doch warum wollen wir diese Pflanze aus unseren Gärten entfernen? Weil sie sich nicht an unseren Plan hält, den wir uns für den Garten überlegt haben? Vielleicht ist sie ja gerade deswegen in den Garten gekommen! Denn wie bereits der Maler Oskar Kokoschka so treffend formuliert hat: „Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner.“</p>
<p>Vielleicht ist es auch eine Erweiterung des Spruchs, dass jeder (Gärtner) das bekommt, was er verdient. Und damit halt den Löwenzahn. Damit dieser ihn oder sie etwas lehren kann: Das nichts so ist, wie es zunächst scheint. Denn auch der Löwenzahn ist alles andere als ein Eindringling, der sich klammheimlich anschleicht, nur um ein Territorium zu besetzen und den Gärtner zur Verzweiflung zu treiben. In der robusten Pflanze steckt so allerhand, das es zu entdecken gilt.</p>
<h2><strong>Eine Heilpflanze für die Nieren</strong></h2>
<p>Der Löwenzahn ist nämlich sage und schreibe eine Heilpflanze und enthält viele wichtige Inhaltsstoffe, die gut für unsere Gesundheit sind. Nicht umsonst bezeichne ich die <a href="https://heidemarie-wolter.de/warum-die-natur-als-kraftquelle-wertvoll-ist/" target="_blank" rel="noopener">Natur als Kraftquelle</a> &#8211; und in diesem Fall zusätzlich sogar als Energie- und Gesundheitsquelle!</p>
<p>Während man früher mit dieser Pflanze vornehmlich Augenentzündungen behandelte, wird sie heutzutage hauptsächlich als harntreibendes Mittel eingesetzt. Deswegen sollte sie auch in jeder Frühjahrskur enthalten sein. In den südlichen Regionen von Deutschland wird das Heilkraut aufgrund dieser Wirkung auf die Nieren sehr bildhaft als „Bettpisser“ oder „Bettseicher“ bezeichnet und in Frankreich nennt man sie „Pis en lit“.</p>
<p>Dieser Tee bietet sich beispielsweise für eine Frühjahrskur an:</p>
<p>1 bis 2 Teelöffel Löwenzahnblätter und -wurzeln (frisch oder getrocknet) mit 1 Liter kaltem Wasser aufgießen, kurz aufkochen und nach 10 Minuten abseihen. Für die Kur 4 bis 6 Wochen lang 3 Tassen täglich trinken.</p>
<h2><strong>Mit dem Löwenzahn zu kulinarischen Genüssen</strong></h2>
<p>Neben seiner harntreibenden Wirkung ist der Löwenzahn zudem eine bekannte Bitterstoffpflanze und wird bei Appetitlosigkeit, dyspeptischen Beschwerden (zum Beispiel Völlegefühle und Blähungen) und Störungen des Galleflusses angewendet. Dafür gibt es natürlich einige Präparate, die in der Apotheke erworben werden können. Noch besser wirkt die Pflanze jedoch, wenn man sie beispielsweise in der heimischen Küche verwendet. Denn dann werden nicht nur die Bitterstoffe aufgenommen, die eine wohltuende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt haben, sondern auch die in der Pflanze enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe. Der Löwenzahn ersetzt nämlich sämtliche Nahrungsergänzungsmittel: Neben den B-Vitaminen und den Vitaminen A, D, E und K hat die Pflanze außerdem einen hohen Gehalt an Kalium und Eisen und enthält zusätzlich noch Natrium, Calcium und Zink!</p>
<p>Deswegen ist der Löwenzahn besonders im Frühjahr eine belebende Zutat für Salate oder Suppen und kann sogar als Gemüse zubereitet werden:</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong></strong></h3>
<h3><strong></strong></h3>
<h3><strong>Löwenzahnsalat mit Camembert und Walnüssen</strong></h3>
<p>3 Handvoll junge Löwenzahnblätter<br />30 g Walnüsse<br />30 g Camembert (mit Walnüssen)<br />Walnussöl<br />Weißweinessig<br />Senf, Salz, Pfeffer</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_10">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Löwenzahnblätter waschen und in kleine Stücke rupfen. Walnüsse hacken. Camembert in mittelgroße Stücke schneiden. Alles in einer Schüssel vermengen.</p></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_1_2 et_pb_column_14  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Aus Öl, Essig, Senf, Salz und Pfeffer ein Dressing herstellen und über den Salat geben. Gut vermengen.<br />Schmeckt lecker mit frisch gebackenem Brot.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Knospengemüse</strong></h3>
<p>4 Handvoll Löwenzahnknospen (unten an der Rosette noch geschlossen)<br />1 Zwiebel<br />50 g Butter oder Margarine<br />Salz, Pfeffer, Muskat<br />Zitronensaft</p>
<p>Zwiebel hacken und mit Butter oder Margarine in einer Pfanne dünsten. Löwenzahnknospen dazugeben und 5 Minuten mitdünsten. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und einige Spritzer Zitronensaft darüber geben.</p>
<p>Sehr lecker zu Pellkartoffeln.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Löwiger Brotaufstrich</strong></h3>
<p>200 g Frischkäse mit Meerrettich<br />1 EL Zitronensaft<br />2 EL Sahne<br />Salz, Pfeffer<br />2 EL Cashewkerne<br />3 EL kleine, zarte Löwenzahnblätter<br />3 EL Knospengemüse (siehe Rezept oben)<br />6 EL Löwenzahn-Blütenblätter</p>
<p>Frischkäse mit Zitronensaft und Sahne verrühren. Nüsse und Löwenzahnblätter grob hacken und zusammen mit den Blütenblättern und dem erkalteten Knospengemüse unter die Frischkäsemasse rühren.</p>
<p>Mit Salz und Pfeffer abschmecken.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Selber ernten statt kaufen</strong></h2>
<p>Mittlerweile kann man Löwenzahnblätter auf Bauernmärkten und sogar in Bio-Supermärkten kaufen. Dabei ist das gar nicht nötig: Die Pflanze wächst überall und teilt gerne ihre Schätze mit uns.</p>
<p>Am besten pflückst Du die Blätter, bevor die Pflanze zu blühen beginnt, also im zeitigen Frühjahr. Dann sind sie schön zart und noch nicht zu bitter und können beispielsweise für Salate verwendet werden. Knospen und Blüten werden vom Frühjahr bis zum Frühsommer geerntet. Auch im Herbst, wenn der Löwenzahn ein zweites Mal austreibt, können Blätter, Knospen und Blüten gepflückt werden. Zu dieser Zeit bietet es sich außerdem an, Blätter und Blüten zu trocknen, um sich einen Wintervorrat, zum Beispiel für Teemischungen, anzulegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer könnte jetzt noch – mit all diesem Wissen – diese Heilpflanze weiterhin verunglimpfen und sie aus seinem Garten verbanden? Laden wir sie stattdessen lieber ein, zu uns zu kommen, und uns und unsere Gesundheit zu bereichern.</p>
<p>Damit wünsche ich Dir viele entspannte Natur-Momente mit dem Löwenzahn,<br /><strong><span style="color: #008000;">Heidemarie</span></strong></p></div>
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		<title>Was das sonnige Johanniskraut mit dem Teufel zu tun hat</title>
		<link>https://heidemarie-wolter.de/was-johanniskraut-mit-dem-teufel-zu-tun-hat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidemarie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 14:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://heidemarie-wolter.de/?p=2139</guid>

					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
<p>Anfang Juni beginnt das Johanniskraut zu blühen. In meinem monatlichen Naturimpuls gibt es Tipps zum Erkennen, Sammeln und Verarbeiten und kuriose Geschichten.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://heidemarie-wolter.de">Heidemarie Wolter</a></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Anfang Juni beginnt das Johanniskraut (<em>Hypericum perforatum L.</em>), eine unserer bekanntesten heimischen Heilpflanzen, zu blühen. In lichten Wäldern, auf Wiesen, Weiden, an Wegrändern, Bahndämmen und vor allem auf Brachäckern wird es nun gelb. Passend dazu widmet sich auch mein monatlicher Naturimpuls dieser Pflanze.</p>
<h2><strong>Außen gelb, innen rot: So erkennst Du das Johanniskraut</strong></h2>
<p>Johanniskraut ist eine ca. 100 cm hohe, krautige Pflanze, dessen obere Enden sich buschig verzweigen. Der Stängel hat beim Echten bzw. Tüpfel-Johanniskraut, welcher zu Heilzwecken verwendet wird, zwei Kanten! Das kannst Du ganz leicht fühlen. Die elliptisch geformten Blätter sitzen außerdem ohne Stiel am Stängel. Auch das ist ein weiteres, wichtiges Erkennungsmerkmal.</p>
<p>Wenn Du ein Blatt ins Licht hältst, siehst Du, dass das gesamte Blatt wie durchlöchert wirkt (deswegen auch der lateinische Name „perforatum“ (perforiert)). Doch das, was aussieht wie Löcher, sind in Wahrheit Öldrüsen. Die gesamte Pflanze ist davon übersäht. Auch die fünf Blütenblätter, welche unsymmetrisch und an einer Seite gezähnt sind, besitzen diese Drüsen. Die findest Du bei den Blüten vor allem an den Blütenblatträndern. Das darin enthaltene Öl ist das Hypericin. Dieses färbt Deine Finger rot, sobald du eine Blüte zerreibst.</p>
<p>Die typischen Erkennungsmerkmale beim Echten Johanniskraut sind also:</p>
<ul>
<li>zweikantiger Stängel</li>
<li>Blätter sitzen ohne Stiel am Stängel</li>
<li>von vielen Öldrüsen perforierte Blätter und Blütenblätter</li>
<li>fünf unsymmetrische, gelbe Blütenblätter; an einer Seite gezähnt</li>
</ul></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Die Heilkräfte des Johanniskraut</strong></h2>
<p><span style="color: #000000;">Wer den Namen Johanniskraut hört, der denkt meist sofort an die stimmungsaufhellende Wirkung. Denn bereits der Arzt, Alchemist und Naturforscher Paracelsus (1493 bis 1541) empfahl diese Pflanze gegen Depressionen und Melancholie. Diese Heilkräfte gelten heutzutage auch als gesichert. Denn sowohl von der Kommission E als auch von ESCOP, zwei der Gesellschaften, welche klinische Studien zu Wirksamkeit von Pflanzen durchführen, erhielt das Johanniskraut eine positive Monografie. Das bedeutet, die Wirksamkeit gilt als erwiesen!</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Doch die Pflanze kann noch viel mehr, auch wenn die Verwendung (noch) nicht durch klinische Studien unterstützt wird: Beispielsweise können mit dem sogenannten Rotöl Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen ersten Grades, Sonnenbrand und Hexenschuss behandelt werden. Das wird in der Volksheilkunde schon lange gemacht. Denn die vielen Perforationen in den Blättern und Blüten galten in alter Zeit als ein Hinweis darauf, dass man diese Pflanze zur Heilung von Hieb- und Stichverletzungen einsetzen kann.</span></p>
<h3><strong>Herstellung von Rotöl</strong></h3>
<p><span style="color: #000000;">Rotöl kannst du ganz leicht selber herstellen!</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Du brauchst ca. 2 Handvoll blühendes Kraut, also sowohl Knospen, Blüten, Früchte als auch Blätter. Diese füllst Du in ein Glasgefäß und quetschst alles leicht an. Am besten geht das mit einem Mörser. Durch das Anquetschen werden die Zellwände der Pflanze zerstört, was dazu führt, dass der rote Farbstoff, also das Hypericin, austritt. Das alles übergießt Du mit Sonnenblumen- oder Jojobaöl. Achte dabei darauf, dass alle Pflanzenteile vom Öl bedeckt sind. So kann das Hypericin einfach in das Öl übertreten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Verschließe dann das Glasgefäß, stelle es für 6 bis 8 Wochen in die Sonne und schüttele es täglich. Du kannst nun quasi zusehen, wie das Öl von Tag zu Tag einen rötlicheren Ton annimmt.</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #000000;">Nach 6 bis 8 Wochen seihst Du alles ab und bewahrst das so entstandene Rotöl in dunklen Flaschen auf. So gelagert ist es ein Jahr haltbar.</span></p>
<h3><strong>Meine favorisierte Teemischung: Tee gegen trübe Stimmung</strong></h3>
<p><span style="color: #000000;">Dieser leckere Tee, den Du Dir einfach selber zusammenstellen kannst, tut einfach gut. Wenn Du traurig bist oder auch an einem trüben Wintertag, wenn sich die Sonne so gar nicht hat blicken lassen, geht es Dir nach den ersten Schlückchen dieses Tees sofort wieder besser – einfach dadurch, dass er so lecker schmeckt.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Dazu mischst Du zu gleichen Teilen diese getrockneten Pflanzen:</span></p>
<ul>
<li><span style="color: #000000;">Johanniskraut</span></li>
<li><span style="color: #000000;">Ringelblumenblüten</span></li>
<li><span style="color: #000000;">Rosenblüten</span></li>
<li><span style="color: #000000;">Kamillenblüten</span></li>
<li><span style="color: #000000;">Melissen- (oder Zitronenmelissen-)blätter</span></li>
</ul>
<p><span style="color: #000000;">Von dieser Mischung gießt Du ca. 1 Teelöffel mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser in einer Tasse auf und lässt es 10 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und – im Winter am besten gut eingekuschelt unter einer warmen Decke – genießen. Na, lächelst Du schon?</span></p>
<h2><strong>Johanniskraut sammeln</strong></h2>
<p><span style="color: #000000;">In vielen Büchern als auch auf einigen Websites ist zu lesen, dass das Johanniskraut am 24. Juni gesammelt werden soll, weil es an dem Tag am heilkräftigsten ist. Dieses Datum geht darauf zurück, dass der 24. Juni der Johannitag ist – an dem Tag soll Johannes der Täufer geboren sein. Von diesem hat das Johanniskraut seinen Namen. Und nicht nur den deutschen. Auch der englische (St. John‘s Wort) und der spanische (Hierba de San Juan) weisen auf diesen Mann hin.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Doch warum soll das Kraut ausgerechnet und ausschließlich an diesem Datum gesammelt werden? Das liegt wahrscheinlich daran, dass drei Tage zuvor die Sommersonnenwende ist. An diesem Tag, dem 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, steht die Sonne an ihrem höchsten Punkt am Himmel und hat folglich auch die meiste Kraft. Und da das Johanniskraut bereits schon zu Paracelsus Zeiten als Sonnenpflanze bekannt ist, die ihre (Heil-)Kraft von der Sonne bezieht, wurde angenommen, dass auch die Heilwirkung dieses Krauts an dem Tag am größten ist.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Meiner Erfahrung nach kann das in dem einen oder anderen Jahr zwar durchaus hinkommen, doch meistens steht das Johanniskraut schon vor dem 24. Juni oder auch erst weit danach in voller Blüte. Das kommt immer auf die jeweilig herrschenden Wetterbedingungen an. Daher – bei aller Liebe zu den alten Ritualen – solltest Du Dir die Pflanze genau ansehen, wenn Du dieses Kraut sammeln möchtest um es anschließend zu verwenden. Blüht sie bereits, kannst Du Dich an ihr bedienen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Als Faustregel solltest Du Dir merken, dass die beste Sammelzeit für das Johanniskraut Mitte Juni bis Anfang September ist!</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Auf dem Internetportal PhytoDoc findest Du zwei Artikel, die Dir Tipps zum <a href="https://www.phytodoc.de/heilpflanzen/heilpflanzen-richtig-sammeln" target="_blank" rel="noopener">Sammeln von Pflanzen</a> und zum anschließenden <a href="https://www.phytodoc.de/heilpflanzen/heilpflanzen-richtig-trocknen-und-aufbewahren" target="_blank" rel="noopener">Konservieren und Aufbewahren</a> geben. Beide Artikel stammen übrigens von mir.<br /></span></p>
<h2><strong>Kuriose Geschichten zum Johanniskraut</strong></h2>
<p><span style="color: #000000;">Nach dem Volksglauben hält die Pflanze Verhexungen fern, wovon auch die anderen Namen des Johanniskraut, wie Hexenkraut und Teufelsflucht zeugen. Denn die Öldrüsen der Pflanze, die die Menschen früher für Löcher gehalten haben, soll der Teufel dem Kraut zugefügt haben. Laut einer Geschichte war er so erbost über die starke Heilkraft dieser Pflanze und ihrer abschreckenden Wirkung auf Hexen, Dämonen und Teufel, dass er das Johanniskraut mit Nadeln durchstochen hat. Daher steht in der Chemnitzer Rockenphilosophie auch zu lesen: „Sanct Johanniskraut ist von so großer Kraft / den Teufel und Hexen zu vertreiben / dahero auch der Teufel aus Boßheit / dieses Krautes Blätter mit Nadeln durchsticht.“</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war es zudem in einigen Gegenden Deutschlands Brauch, am Johannitag einen geflochtenen Kranz dieses Krauts auf das Dach seines Hauses zu werfen. Das sollte das Haus vor Blitzeinschlag schützen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p><span style="color: #000000;">So, und nun nichts wie los und dieses tolle Kraut gesammelt! Ich wünsche Dir viel Spaß dabei und viele entspannte Natur-Momente,</span><br /><span style="color: #000000;"><strong>Heidemarie</strong></span></p></div>
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